Öffentlichkeitsbeteiligung
in der Landeshauptstadt München

Digital optimierte Nutzung privater Parkflächen

Freie Parkplätze in der IHK / Motel One Tiefgarage
Freie Parkplätze in der IHK / Motel One Tiefgarage
Vorschlagstext
In den Vierteln rund um den Ostbahnhof gibt es viele private Tiefgaragen. Über die Auslastung und Standorte dieser Tiefgaragen ist wenig bekannt.

Zwei Beispiele aus dem Gebiet:

Tiefgarage von IHK / Motel One (Ecke Orleansstraße/Rosenheimer Straße)
Dort sind, je nach Tageszeit, zwischen 30 und 130 Stellplätze frei (manuelle Auswertung der Anzeigen vor den Tiefgarageneinfahrten)

Tiefgarage Orleanskarre (Orleansstraße 4)
Hier gibt es keine Anzeige der freien Parkplätze. Das Bürogebäude ist aber nicht voll vermietet, eine manuelle Sichtung der Tiefgarage hat unzählige freie Parkplätze gezeigt.

Es ist davon auszugehen, dass es noch zahlreiche private Tiefgaragen mehr gibt.


Vorschlag:

Digitale Erfassung aller privaten Tiefgaragenflächen, die eine bestimmte Anzahl an Stellplätzen bieten (z.B. ab 20) im Viertel. Erfassung der Auslastung der Tiefgaragen.

Mit den Daten können dann verschiedene Zielgruppen und Ziele erreicht werden:
  • Bürger*innen erhalten Zugriff auf eine digitale Stellplatzbörse, wo sie sich einen festen oder flexiblen Stellplatz buchen können
  • Die Eigentümer der Stellplätze haben grundsätzlich ein wirtschaftliches Interesse daran, so viel wie möglich Stellplätze zu vermieten. Über die digitale Stellplatzbörse erreichen sie neue Zielgruppen.
  • Gemäß der Mobilitätsstrategie 2035 des Mobilitätsreferats soll öffentlicher Parkraum (Parklizenzgebiete) zurückgebaut werden um mehr Flächengerechtigkeit zu erreichen. Wenn öffentliche Parkplätze wegfallen kann jedem Anwohner eine Stellplatzgarantie gemacht werden: „Über die digitale Stellplatzbörse garantieren wir Ihnen im Umkreis von xxx Metern einen privaten Stellplatz zu einem marktüblichen Preis“
  • Da die Tiefgaragen teilweise, je nach Tageszeit, sehr unterschiedlich ausgelastet sind, ist die Entwicklung eines intelligenten Parkleitsystems möglich, das per App jedem Autonutzer, der keinen festen Stellplatz hat, einen flexiblen Platz zuweist (z.B. Besucher, die nicht vor Ort wohnen).
  • Feste Stellplätze würden den Parksuchverkehr (mehrmals um den Block fahren um irgendwas zu finden) minimieren und alle Anwohner*innen entlasten. Bessere Gesundheit und weniger Schadstoffemissionen wären die Folge.
  • Der Komfort für Autonutzer ist größer: fester Stellplatz steht immer zur Verfügung, kein Zeitverlust durch Parkplatzsuche, Plätze sind meistens überdacht und schützen vor Wetter
  • Marktübliche Stellplatzgebühren dürften (im Gegensatz zu den momentanen Parklizenzgebühren) eine größere Lenkungswirkung haben und Bürger*innen dazu motivieren vielleicht auf das eigene Auto zu verzichten. Ganz im Sinne der Mobilitätsstrategie 2035.
  • Mit dem Wegfall der öffentlichen Parkplätze gibt es neue Möglichkeitsräume im Viertel. Sichere Radwege, breite Fußwege, mehr Grün, mehr Verweil- und Begegnungsräume.
  • Das Projekt kann als Modellprojekt für die ganze Stadt geplant werden und wäre ein wichtiger Schritt hin zu sogenannten Superblocks, in denen Autos nur noch am Rande, am besten unterirdisch abgestellt werden.
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